Linz-Steg bleibt trotz Schock ungeschlagen

Alles andere als leichte 24 Stunden liegen Meister Linz-Steg. Am Freitagabend luxiert sich Libera Lisa-Marie Hager im Abschlusstraining bei einer Verteidigungsaktion den linken Ringfinger und fällt damit für das Match in Salzburg kurzfristig aus. In der Mozartstadt müssen die Linzerinnen am Samstag zwar den ersten Punktverlust der Saison hinnehmen, können mit einem 3:2-Erfolg (25:18, 30:28, 23:25, 23:25, 15:11) dennoch die Siegesserie prolongieren und die Hinrunde ohne Niederlage abschließen.


©_PHOTO_PLOHE_7271_8 Lilly HAGER.jpg-ASKÖ LINZ Steg

Linz-Steg-Trainer Schwab: „Haben Salzburg ins Spiel kommen lassen“
So schnell kann es gehen. Bis 20.45 Uhr läuft am Freitagabend im Abschlusstraining von Linz-Steg alles nach Plan. Kurz danach ist es mit der Ruhe vorbei, als sich Libera Lisa-Marie Hager bei der Verteidigungsaktion unglücklich den linken Ringfinger luxiert. Während sie es selbst cool nimmt, steht anderen Spielerinnen der Schock ins Gesicht geschrieben - „Hinschauen verboten“. Obwohl es von Hager schon knapp eine Stunde später erste leichte Entwarnung aus dem UKH Linz gibt (keine Brüche, Gelenk wieder intakt), ist sofort klar, dass für das Match in Salzburg improvisiert werden muss. Der erste Gedanke des Trainerteams wird am Samstag auch Realität. Routinier Patricia Teufl, die diese Rolle in der Vergangenheit schon öfter bekleidet hat, übernimmt und zeigt eine sehr gute Leistung.
Die Linzerinnen tun sich trotz eines souveränen ersten Satzgewinns mit Fortdauer der Begegnung immer schwerer. Schon der zweite Durchgang wird zur engen Angelegenheit. Linz-Steg behält die Nerven und gewinnt mit 30:28. Im dritten Satz laufen die Linzerinnen immer einem Rückstand hinterher und beenden den Satz mit einem Servicefehler zugunsten der Gastgeberinnen. In der Folge scheint Salzburg das Kommando zu übernehmen und liegt mit 19:13 in Front. Durch eine Neun-Punkte-Serie kämpft sich Meister Linz-Steg jedoch wieder in den Satz zurück und steuert auf einen 3:1-Erfolg zu. Mehrere vergebene Chancen führen zum Satzgleichstand. Erstmals in der Saison 19/20 ist Linz-Steg im Tie-Break gefordert. Die entscheidenden Punkte wandern nun wieder zu den Linzerinnen, womit der neunte Saisonsieg und die perfekte Hinrunde sichergestellt wird.
Trainer Roland Schwab bilanziert mit gemischten Gefühlen: „Natürlich müssen wir mit dem Sieg unter den heutigen Voraussetzungen zufrieden sein. Die personelle Umstellung haben wir eigentlich gut hinbekommen. Was uns dafür völlig gefehlt hat, war der Druck am Service. Das hat dazu geführt, dass Salzburg das bekannt variantenreiche Angriffsspiel ohne große Probleme aufziehen konnte, womit wir in der Folge am Block ziemlich gekämpft haben. Einen Satz kann man immer verlieren. Ärgerlich ist, dass wir im vierten Satz nach einem Rückstand gut zurückgekommen sind und nach der langen Punkte-Serie alles für einen 3:1-Sieg vorbereitet war. Da haben wir einige Situation einfach nicht gut zu Ende gespielt und es verpasst den Sack zuzumachen. Im Tie-Break haben wir die wichtigen Punkte wieder gemacht und damit gewonnen. Das Match gilt es in jedem Fall genau zu analysieren. Das werden auch unsere nächsten Gegner machen und versuchen es Salzburg nachzumachen. Darauf müssen wir vorbereitet sein und die richtigen Antworten finden."

DenizBank AG Volley League Women, 9. Runde
PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg - ASKÖ Linz-Steg 2:3 (18:25, 28:30, 25:23, 25:23, 11:15)
Maros 24, Lott & Alexander 15

Nächstes Spiel:
30.11.2019
ASKÖ Linz-Steg - TSV Hartberg
18.30 Uhr