Linz-Steg spielt um Bronze

Für ASKÖ Linz-Steg ist seit der Traum vom neuerlichen Finaleinzug Mittwochabend Geschichte. In einem weiteren Heimspiel-Thriller müssen sich die Linzerinnen SG Kelag Klagenfurt mit 2:3 (25:17, 20:25, 22:25, 25:20, 13:15) geschlagen geben und spielen damit im April um Bronze.


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Trainer Schwab: „Sieg war zum Greifen nah“
Die fünfte 2:3-Niederlage im noch jungen Jahr 2018 besiegelt am Mittwochabend das Ende der Meisterschaftsträume von ASKÖ Linz-Steg. Mit Ausnahme des 3:2-Viertelfinalerfolgs gegen Perg haben die Linzerinnen im neuen Jahr alle engen Matches (fünf von sechs, Anm.) verloren. Darunter zweimal zuhause gegen SG Kelag Klagenfurt. Im Grunddurchgang der Liga war die Niederlage noch „bedeutungslos“. Die Niederlage im zweiten Halbfinale hat viel weitreichendere Konsequenzen: das verpasste Finale!
Im Gegensatz zum erste Halbfinale starten die Linzerinnen optimal ins Match und setzen sich am Ende des ersten Satzes durch eine Serviceserie der 16-Jährigen Saskia Trathnigg entscheidend von Klagenfurt ab (25:17). Danach fallen die Linzerinnen für mehr als einen halben Satz in die Muster des ersten Halbfinals zurück und Klagenfurt übernimmt die Kontrolle. Eine beherzte Aufholjagd im Finish kommt zu spät (20:25).
Als vorentscheidend erweist sich der dritte Durchgang. Linz-Steg liegt zunächst mit 13:7 bzw. 18:14 voran, als im Linzer Spiel plötzlich der Faden reißt und Klagenfurt aus dem Nichts sechs Punkte in Serie erzielt. Die Kärntnerinnen spielen den Vorsprung trocken nach Hause und stellen auf 2:1 (25:22).
Im vierten Satz bäumen sich die Linzerinnen nochmals auf und erzwingen einen Tie-Break (25:20.). Klagenfurt startet wieder besser und wechselt mit einer Führung die Seiten. Dann folgt die stärkste Phase der Linzerinnen. Durch eine Fünf-Punkte-Serie gehen sie mit 11:8 in Führung und haben den Sieg vor Augen. Beim Stand von 12:10 gelingt hingegen wieder kurzzeitig nichts. Klagenfurt dreht den Satz innerhalb weniger Minuten und erspielt sich zwei Matchbälle. Im zweiten Anlauf fixieren die Gäste den Finaleinzug.
Trainer Schwab resümiert: „Der Sieg war heute zum Greifen nah. Wir hatten sehr viele gute Phasen, müssen uns aber eingestehen, dass wir zum Beispiel am Ende des dritten Satzes bzw. am Ende des Tie-Breaks kurzzeitig ziemliche Aussetzer hatten. Das hat uns schlussendlich den Sieg gekostet. Nach der Niederlage in Klagenfurt sind wir wieder aufgestanden und haben uns super ins Spiel gekämpft. Wie schon im ganzen Jahr 2018 leisten wir uns aber einfach zu viele Schwächephasen, um enge Matches öfter für uns zu entscheiden. Dass wir fünf von sechs Fünfsatzmatches verloren haben, hat insgesamt leider nichts mit Glück oder Pech zu tun, sondern mit unserer Leistung.“
Für Linz-Steg geht es im April nun um die Bronzemedaille. Der Gegner steht erst am 24. März fest, nachdem die Halbfinalserie zwischen Graz und Sokol/Post in die Verlängerung geht. Unabhängig vom Gegner spielt Linz-Steg nunmehr nur noch auswärts. Im Georg von Peuerbach-Gymnasium darf das kleine Finale nicht gespielt werden. Als Zufluchtsort steht einmal mehr die Sporthalle Enns im Raum!

AVL Women Playoff-Halbfinale (Best-of-three)
Spiel 2
ASKÖ Linz-Steg SG Kelag Klagenfurt 2:3 (25:17, 20:25, 22:25, 25:20, 13:15)
Maros 21, Sadler 12

Spiel 1
SG Kelag Klagenfurt - ASKÖ Linz-Steg 3:0 (25:18,25:20,25:23)
Duvnjak 10, Sadler, Maass je 8