Linz-Steg nach Thriller im Halbfinale

Es war zweifelsfrei kein Spiel für schwache Nerven. Linz-Steg gewinnt vor rund 350 ZuschauerInnen im Georg von Peuerbach-Gymnasium das zweite Viertelfinale gegen Perg  im Tie-Break mit 16:14 mit 3:2 (28:26, 26:24, 20:25, 19:25, 16:14). Die Linzerinnen fixieren damit den Halbfinaleinzug und gewinnen die Serie mit 2:0!


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Trainer Schwab: „Wir haben die Nerven bewahrt“
Nach dem 3:2-Sieg brechen im Georg von Peuerbach-Gymnasium alle Dämme. Das Publikum weiß den hart erkämpften Erfolg richtig einzuschätzen und feiert den Halbfinaleinzug von ASKÖ Linz-Steg euphorisch. Hinter beiden Teams liegt ein äußerst harter Fight!
Das Match startet aus Linzer Sicht optimal. Ganz im Gegenteil zu den letzten Heimspielen, wo man sich zuletzt vor allem am Beginn schwer getan hatte. Dieses Mal übernehmen die Linzerinnen jedoch schnell das Kommando und erspielen sich im Satzfinish einen Fünf-Punkte-Vorsprung heraus (23:18). Beim Stand von 24:21 hat Linz-Steg drei Satzbälle und nützt keinen davon. Schlimmer noch, haben plötzlich die Gäste eine Chance auf die Satzführung, vergeben diese allerdings. Im fünften Anlauf gelingt schließlich die Führung (28:26).
Im zweiten Satz dreht sich das Bild. Perg liegt lange Zeit voran, ehe Linz-Steg erstmals beim Stand von 18:18 ausgleichen kann. Dennoch setzen sich die Gäste neuerlich bis auf 23:21 ab. Dieses Mal sind es allerdings die Linzerinnen, denen im Finish die Wende gelingt. Den zweiten Satzball nützt Linz-Steg zur 2:0-Führung (26:24).
Der dritte Satz läuft schließlich von Beginn an in Richtung Perg. Zwar geben die Linzerinnen nie auf und können den Rückstand auf bis zu drei Punkte eindämmen. Nachdem mehrere Chancen tatsächlich gleichzuziehen, nicht genützt werden, holt Perg einen Satz auf (25:20).
Das gleiche Bild im vierten Satz. Wieder geht Perg rasch in Führung. Nun sogar mit bis zu acht Punkten. Neuerlich kommen die Linzerinnen bis auf drei Punkte heran, leisten sich im Finish dennoch wieder zu viele Fehler, um es nochmals spannend zu machen.
Wie schon vor drei Wochen, muss somit wieder ein Tie-Break die Entscheidung bringen. Im Gegensatz zur damaligen 2:3-Niederlage startet Linz-Steg dieses Mal gut und liegt mit 6:4 in Front. Dann folgt die erste starke Phase der Gäste, die in einer 8:6-Führung endet. Linz-Steg schlägt allerdings sofort zurück und scort viermal hintereinander. Danach setzen die Linzerinnen die Serie sogar noch fort und führen mit 13:10. Es folgen bange Minuten. Perg holt Punkt um Punkt auf und hat plötzlich den ersten Matchball! Erst ein Block von Maris Below stoppt den Lauf der Gäste. Direkt danach entschärft der Linzer Block einen Angriff der Gäste. Nikolina Maros verwertet die Punktchance und holt für Linz-Steg den ersten Matchball. Nun folgt der große Auftritt der 16-Jährigen Andrea Duvnjak. Mit einem Block beendet sie das Match und sichert Linz-Steg den Einzug ins Halbfinale!
Trainer Roland Schwab fasst zusammen: „Für mich ist es sehr spannend zu sehen, dass wir heute alle engen Sätze für uns entschieden und die Nerven bewahrt haben. Über das gesamte Spiel gesehen, muss man klar sagen, dass wir am Service zu wenig Druck ausüben konnten, um das Perger Angriffsspiel zu stören. Am Block haben wir eigentlich nur im fünften Satz richtig gut gespielt und damit letztlich das Match gewonnen. Insgesamt war es natürlich eine extrem spannende Serie, die wir zum Glück für uns entschieden haben. Dieser Erfolg ist für das Team sehr wichtig und die richtige Antwort auf die vielen knappen Niederlagen.“
Die Linzerinnen treffen im Halbfinale voraussichtlich ab 10.März auf Klagenfurt. Vorerst ist jedoch Regeneration angesagt und ein neuer Formaufbau in Richtung der nächsten Aufgaben angesagt.

AVL Women Playoff-Viertelfinale (Best-of-three)

Spiel 2
ASKÖ Linz-Steg - SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg 3:2 (28:26, 26:24, 20:25, 19:25, 16:14)
Maros 23, Below 22

Spiel 1
SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg - ASKÖ Linz-Steg 1:3 (16:25,25:21,22:25,19:25)
Sadler 17, Below 15, Maros 10