Linz-Steg österreichischer Vizemeister

Am Mittwochabend ging für ASKÖ Linz-Steg die erfolgreiche Saison 2016/2017 zu Ende. Die Enttäuschung über die dritte Finalniederlage gegen SG VB NÖ Sokol/Post wird von der Freude über den Vizemeistertitel überdeckt. Nach zwei Jahren Pause spielt Linz-Steg im kommenden Jahr außerdem wieder im Europacup!


vizemeister.jpg-ASKÖ LINZ Steg

Trainer Schwab: „Finale hat uns die Grenzen aufgezeigt“
Um 19.20 Uhr endet am Mittwochabend für Linz-Steg die siebenmonatige Meisterschaft. Der Staatsmeistertitel geht neuerlich an SG VB NÖ Sokol/Post, die Linz-Steg in der Finalserie keine Chance lassen und damit alle fünf Saisonduelle mit 3:0 für sich entscheiden konnten.
Das dritte Finale beginnt für die Linzerinnen einmal mehr verhalten. Im ersten Satz finden sie erst nach einiger Anlaufzeit ins Match (8:16), kommen danach aber gefährlich nahe an Sokol/Post heran (19:21) ehe die Gastgeberinnen den Sack zumachen und mit 1:0 in Führung gehen.
Im zweiten Satz gelingt es Linz-Steg den Schwung aus dem vergangenen Durchgang mitzunehmen und sich von Beginn an abzusetzen. Beim Stand von 21:15 deutet vieles auf den ersten Satzgewinn der Linzerinnen hin. Sokol/Post lässt jedoch nicht locker, wehrt in der Folge alle Linzer Angriffsversuche ab und liegt plötzlich wieder in Front (23:21). Linz-Steg versucht nochmals zu kontern, kann die 2:0-Satzführung jedoch nicht verhindern.
Trotz des herben Rückschlags zeigen die Linzerinnen auch im dritten Satz nochmals auf und liegen lange Zeit gleich auf. Als Sokol/Post von 16:14 auf 21:14 davonzieht ist die Entscheidung um den Meistertitel jedoch endgültig gefallen.
Trainer Roland Schwab zur dritten Finalniederlage: „Erstmals heuer, waren wir am Service und am Block besser als Sokol/Post. Normal wäre das der entscheidende Unterschied zu unseren Gunsten gewesen. Leider waren wir dafür am Angriff mit einer Fehlerrate von rund 20 Prozent unterirdisch. Die Mannschaft hat sich jedenfalls nochmals teuer verkauft und alles versucht.“
Der Grund für die drei 0:3-Niederlagen in der Finalserie lässt für Schwab mit zwei Worten beschreiben: Fehlende Konstanz! „Leider haben wir keinen einzigen stabilen Satz gespielt. In den Spielen zwei und drei haben wir im zweiten Satz (24:22 bzw. 21:15) jeweils viel richtig gemacht und uns in eine tolle Ausgangslage gebracht. Wenn man solche Chancen nicht nützt, kann man gegen einen körperlich überlegenen und selbstbewussten Gegner nicht bestehen. Bis zum Finale haben wir solche Sätze gewonnen. Jetzt sind uns die Grenzen aufgezeigt worden!“
Der zweite Platz ist für Linz-Steg dennoch viel mehr Grund zur Freude als zum Ärgern: „Nimmt man die Spiele gegen Sokol/Post heraus, haben wir in der gesamten Saison nur einmal gegen Graz knapp mit 2:3 verloren. Wir haben im Saisonverlauf viele Hürden genommen und uns als Team gut präsentiert. Platz zwei und die Qualifikation für den Europacup ist der Lohn dafür. Auf diese Leistung dürfen wir stolz sein!“

AVL Women, Finalserie
Spiel 3
SG VB NÖ Sokol/Post – ASKÖ Linz-Steg 3:0 (25:20, 25:23, 25:17)
Maros 10, Savard 7

15.04.: SG VB NÖ Sokol/Post - ASKÖ Linz/Steg 3:0 (25:9, 25:11, 25:19)
22.04.: ASKÖ Linz/Steg - SG VB NÖ Sokol/Post 0:3 (19:25, 27:29, 12:25)